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Hemingways Verhaeltnis zum Floridita

Ernest Hemingway – „Papa“ für enge Freunde – entdeckte seine große Liebe zu Havanna im Jahr 1932. An einem Mittag, so heißt die Überlieferung, hat er sich auf die Straße gewagt, ging die Straße Obispo entlang und setzte sich ins Floridita in die Ecke auf den ersten Hocker. Es wurde sein Platz für immer. Dort steht auch heute noch seine Büste. die 1954 enthüllt wurde. Hemingway ist zu einem sozialen Teil des FLORIDITA geworden, zusammen mit einer Runde kubanischer Freunde, alles Gäste von ihm, die in seiner Ecke Platz nahmen.

Die Bar El FLORIDITA in Havanna ist eine Institution der Aufrichtigkeit, dort kann der Geist des Menschen durch Gespräche und in angenehmer Begleitung abheben. Es ist ein internationaler Treffpunkt. Der Rum gibt natürlich den Ton an, entscheidend ist aber wie in vielen großen Bars, die Anwesenheit einer berühmten Persönlichkeit, sie schafft eine besondere Atmosphäre, ein Gefühl freundschaftlicher Philosophie beim Genuss eines Getränkes – im FLORIDITA war es der einheimisch gewordene US-Bürger Ernest Hemingway.

Hemingway hat viele und sehr verschiedene Persönlichkeiten in das Etablissement geführt, alle in der gemeinsamen Absicht, sich zusammen wohl zu fühlen. Einige sollen beim Namen genannt werden: Die Herzöge von Windsor, Gene Tunney, Jean Paul Sartre, Gary Cooper, Dominguin, Tennese Williams, Charles Scribner, Spencer Tracy, Rocky Marciano, Ava Gardner, Samuel Eliot Morison, Buck Lanham, Herbert Mattews … Zum Stammtisch der Einheimischen zählten die baskische Pelota Spieler wie Ermua, Salsamendi, Cazalis, die Brüder Ibarlucea, Hemingways Leibarzt Cuco coolí, die Schrifsteller Enrique Serpa und Fernando G. Campoamor.

FLORIDITA erreichte die 50er Jahre mit dem Elan eines neuen Lebens – während es in den Schrankkästen mit den vielen Schlössern, die eigene Legende bewahrte – die so golden wie das Licht zu Mitternacht war.

El FLORIDITA, Hemingways Bistro, ist unauslöschbar verewigt im Werk des genialen Erzählers, der Kuba mit der Prosa von „Der Alte und das Meer“ geehrt hat. Im postumen Werk „Inseln im Strom“ hat er seine Chronik über die Bar El Floridita in das Buch der Geschichte gemeisselt: „Die Getränke konnten nicht besser sein, nicht einmal ähnlich, nirgendswo in der Welt“ und über sein Lieblingscocktail Daiquiri schrieb er: „Ich hatte einen doppelten gefrorenen Daiquiri getrunken, von diesen ganz Großartigen, die nur Constante so mixen konnte und die nicht nach Alkohol schmeckten“.

„Heute wo die kubanischen Rumsorten – freudige Kinder des Zuckerrohrs – sich auf der ganzen Welt herumtreiben, vertreten sie die Kultur eines gesunden Getränks, Frucht der Reife und Sanftheit, die so typisch für gelagerte Produkte der Wissenschaft der Spirituosen sind. Auch El Floridita setzt die eigene prachtvolle Havanna Tradition fort, wie sie in den schriftlichen Erinnerungen von Ernest Hemingway verewigt ist und in unseren eigenen Erinnerungen fortdauert,  zusammen mit den Erinnerungen an unseren edlen Freund selbst.“ (Fernando G. Campoamor)