Ankündigung
Neu auf der FLORIDITA-Webseite!
Monatliche Berichte aus HAVANA CULTURA:
Fotos, deutschsprachige Texte, Videos original spanisch mit Untertitel deutsch, Musik !!!
Ein Schaufenster zeitgenössischer kubanischer Kreativität!!!
Wenn man von jeder beliebigen Stelle in Havanna nach Norden geht, gelangt man zum Malecón, dem Uferboulevard, der sich von der Altstadt bis hin zur Mündung des Flusses Almendares erstreckt. Die große Attraktion des Malecón ist seine breite steinerne Ufermauer, die die Stadt vor den Wellen der Karibik schützt und der rastlosen Bevölkerung einen herrlichen Ort für ein Päuschen bietet. Tag und Nacht küssen sich Pärchen, Kinder spielen auf den Felsen darunter und Männer angeln auf Reifenschläuchen, die auf den Wellen schaukeln - es sei denn, Yemaya hat schlechte Laune.
Yemaya ist die Göttin, die über den Ozean herrscht, wie jeder kubanische Santería-Anhänger weiß, und wenn sie anfängt, Wellen die Ufermauer hinauf und darüber zu schicken, sollte man sich vorsehen. Selbst ein kleinerer Sturm kann zur Überflutung aller sechs Spuren des Malecón führen. Seewasser strömt herein, Geysire brechen durch Risse im Bürgersteig, Gullydeckel sausen wie Raketen himmelwärts...
Weiter im Landesinneren begegnet man einem Sturm ganz anderer Art. Ausdrucksformen künstlerischer Kreativität begegnen einem an jeder Straßenecke in Havanna, und dieser Trend zeigt keine Anzeichen von Müdigkeit. Unsere Santería-Freunden weisen wieder auf Yemaya, zu deren göttlichen Pflichten es auch gehört, das Schöpferische zu ermöglichen. Man sieht schnell, dass sie sehr viel zu tun hat.
In Havannas Kunstgalerien und Museen, aber auch auf Straßenmärkten, in Schulen, stillgelegten Fabriken und winzigen Einzimmerwohnungen zeigen visuelle Künstler ihre Arbeiten, und sehr viel davon ist erstaunlich gut. Einige Künstler hoffen, schnell etwas an passierende Touristen verkaufen zu können, wesentlich mehr jedoch träumen, wie die meisten Künstler der Welt, von einer Ausstellung im Ausland. Und da immer mehr Förderer der Künste aufmerksam geworden sind - Auslöser hierfür war die Biennale von Havanna, die 1984 begann, kubanische Kunst vorzustellen - wirken solche Träume zunehmend wie ein vernünftiger Karriereplan.
Nebenan im La Tropical und im La Casa de la Musica tanzt das junge Havanna zu den afrokaribischen Rhythmen von Son, Salsa, Cha-Cha und Rumba, die auf Kuba begannen und nie wieder aufhörten; ganz zu schweigen von Reggaeton und natürlich Timba (Warnung: Man sollte sich nur auf den Tanzboden wagen, wenn man für die Herausforderung kubanischer Timba-Rhythmen gewappnet ist.) Irgendjemand hat einmal gesagt, dass alle kubanische Musik Tanzmusik sei, aber das bereitet einen nicht vor auf die Virtuosität der Musiker, die in den Tanzclubs und in fast allen Cafés, Konzertsälen, Cabarets oder Bodegas in Havanna auftreten.
Ihr versteht schon: Man muss in Havanna nicht lange suchen, bevor man Belege für Kreativität findet. Aber man muss sorgfältig suchen. Man muss die Ohren spitzen, um die paar afrokubanischen Jazzklänge zu hören, die von irgendwoher kommen, wenn man den Paseo del Prado entlangspaziert. Man muss das Gedicht lesen, das auf einen winzigen Zettel geschrieben und an einem Orisha-Schrein zurückgelassen wurde.
Havana Cultura wurde ins Leben gerufen, um den Künstlern von Havanna die Möglichkeit zu geben, der Welt ihre Arbeiten zu zeigen, und die Welt sehen und hören zu lassen, was sie über ihre Arbeit, ihr Leben und ihre Stadt zu sagen haben. Es ist ein internationales Unterfangen, entstanden in Havanna und ermöglicht von Havana Club International S.A. Wir hoffen, dass euch die Show gefällt.
Produziert von
Havana Club International S.A
Calle A n° 309 e/ 13 y 15
Vedado, Plaza,
Ciudad de La Habana,
Kuba